Privatsphäre und DNA
2019-10-22, 18:00–18:45, Saal 2

Der Vortrag beschreibt die derzeitigen und zukünftigen Gefahren die aus der immer stärker wachsenden Verbreitung von DNA-Analyse Techniken hervorgehen. Die DNA-Analyse ist wohl die Biometrie-Technologie, die am Tiefsten in die Privatspäre eindringt.


DNA Analysen werden immer erschwinglicher und dadurch auch immer häufiger, sowohl privat auf freiwilliger Basis wie auch durch die Sicherheitsbehörden (eher unfreiwillig). Privatpersonen wollen damit mehr über ihre genetische Herkunft erfahren oder auch über mögliche Gesundheitsrisiken, Behörden nutzen DNA-Analysen z.B. für die Aufklärung von Verbrechen.

Die Möglichkeiten die in dieser Technologie stecken gehen aber noch viel weiter.
Der Vortrag erklärt die verschiedenen Typen von DNA-Analysen, welche Daten dabei jeweils anfallen und geht dann vor allem darauf ein, welche derzeitigen und zukünftigen gesellschaftlichen Auswirkungen dabei zu erwarten sind.
Kernpunkt ist dabei, dass DNA-Daten nie anonym sind wenn es ausreichende Daten in Referenzbibliotheken gibt.

Und DNA-Datenbanken sind derzeit rasant im Wachsen. Im privaten Bereich ist bereits jetzt ein ausreichend großer Anteil der europäisch-stämmigen Bevölkerung der USA erfasst dass (fast) jede DNA-Probe identifiziert werden kann. Auch Behörden bekommen (ganz oft) Zugriff auf diese Daten. Und auch bei der Überwachung von ethnischen Gruppen werden DNA-Analysen bereits eingesetzt.