Regulierung von Instant Messengern
2019-10-24, 18:15–19:00, Saal 2

In letzter Zeit häufen sich Forderungen von Politikern nach einer Regulation des Instant Messengers Marktes. Obwohl das Wort Regulation in der Tech-Community häufig negativ konnotiert ist, ist dem Vorschlag durchaus etwas abzugewinnen.


Schaut man sich die Reaktionen der Tech-Community auf Katarina Barley’s Tweet oder der Newscoverage darüber an, sind diese in großer Mehrheit negativ. Der (ehemaligen) Justizministerin wird Inkompetenz vorgeworfen und an der technischen Durchsetzbarkeit gezweifelt. Dabei ist der Vorschlag Instant Messenger zur Interoperabilität zu zwingen im Grunde ein richtiger Ansatz und technisch durchaus machbar. Ein regulierter Instant Messaging Markt würde den Netzwerkeffekt aufbrechen und datenschutzfreundlichen Alternativen zu WhatsApp und Co eine faire Chance geben.

Die politische Durchsetzbarkeit erst einmal außen vor gelassen (Andere Regularien wie der GDPR, die auch internationale Konzerne Betreffen wurden auch durchgesetzt) bespricht dieser Vortrag wie eine solche Regulierung technisch und organisatorisch aussehen könnte. Dabei werden die Vor- und Nachteile einer erzwungenen Interoperabilität gegeneinander abgewogen und auch mit bereits existierenden, interoperablen (Open-Source) Lösungen vergleichen.

Der Vortragende greift dabei auf seine Erfahrung zurück, die er in 5+ Jahren Arbeit am Herstellerunabhängigen Instant Messaging Protokoll XMPP gewonnen hat.
In den Vortrag fließen auch die Erfahrungen mit ein, die der Vortragende durch seine Mitgliedschaft in der XMPP Standards Foundation (XSF) gewonnen hat. Die XSF ist eine Plattform, auf der mehrere Parteien gemeinsam einen Instant Messenger Standard entwickeln.